a) Historie
Metall wird schon seit mehreren Jahrhunderten als Material für technisch anspruchsvolle Dacheindeckungen verwendet (z. B. Bleideckung des Kölner Doms ca. 500 Jahre alt).
Der Doppelstehfalz als Verbindungstechnik ist seit ca. Anfang des letzten Jahrhunderts in der Literatur bekannt. Über die letzten Jahrzehnte haben sich auf Basis dieser Verbindungstechnik weitere Alternativen und Varianten der Stehfalztechnik weltweit etabliert. Eine dieser Alternativen ist das sog. Snap-Profil.

Schnappfalz

b) Anwendung
Die Schnappfalztechnik gehört wie auch die Stehfalztechnik zur  handwerklich ausgeführten Verbindungstechnik für Dachdeckungen aus Dünnblechen.  Sie ermöglicht die regendichte Deckung von meist größeren Dachflächen im gewerblichen als auch privaten Wohnungsbau Wie auch beim klassischen Stehfalz erhält man dabei eine feinlinige Optik. Oftmals wird der Schnappfalz im Bereich von Durchbrüchen und Anschlüssen mit den Detaillösungen des Stehfalzes kombiniert.

Snap

Snap mit Kamindurchbruch


c) Technik
Durch entsprechende maschinentechnische Profilierverfahren  an den beiden Längsrändern (Überdeckung und Unterdeckung) wird die Metallbahn für die Schnappfalzverbindung vorbereitet.  

Snap aus QUADRO kommend

Nach der Verlegung auf einer entsprechend vorbereiteten Unterkonstruktion und der Befestigung der Metallbahn mittels Befestigungselementen (sog. „Haften“) oder direkt in der Lochung der Unterdeckungsseite des Nailstrip-Profils wird die nächste Bahn aufgelegt und die Schnappfalzverbindung zwischen den beiden Bahnen durch das typische „Einklicken“ hergestellt. Das von der kassischen Stehfalztechnik her bekannte nachträgliche Einfalzen entfällt dabei.

Einklinken des Schnappfalzes

An der Klemmkante bildet sich aufgrund der Vorspannung die geforderte Haltekraft.

Klemmkraft mit Snap-Profil und Nailstrip