a) Historie
Die Anfänge der Verkleidung einer Gebäudefassade mit einem Rautensystem können bis ca. zur Mitte des 18. Jahrhunderts zurückverfolgt werden. Dabei erfolgte zu Beginn die Herstellung und Verlegung der Elemente komplett in Handarbeit. Heutzutage werden die Elemente zunehmend maschinell hergestellt.


b) Anwendung
Die Optik einer mit dem Rautensystem verkleideten Fassade ist u. a. auch abhängig von der Formatgröße und der Anordnung der Bekleidungselemente:

Raute01

Raute02

Raute03

Man unterscheidet dabei im Wesentlichen zwischen Kleinrauten mit einem Zuschnittmaß bis ca. 400mm und Großrautensystemen mit Kantenlängen bis zu 1200mm.
Das kleinteilige Bekleidungssystem wird heutzutage überwiegend für Anwendungen im Sanierungsbereich beim Denkmalschutz verwendetet. Das Großrautensystem findet überwiegend bei modernen Fassaden als Gestaltungsmittel Anwendung.


c) Technik
Je nach Verlegung und Formatgröße der Elemente wird zwischen Spitz- und Quadrat-/Rechteckrauten unterschieden. Typisch für die Form ist die an allen vier Seiten angebrachte 180°-Umkantung. Dabei sind zwei Seiten mit Vorkantungen und die zwei gegenüberliegenden Seiten mit Rückkantungen versehen.

Raute04

files/profilinformationen/raute/Profil_Raute_009.jpg

Die Montage der Rautenelemente erfolgt entweder direkt am Element oder indirekt mit sog. Liegehafte oder Haftleisten jeweils an den beiden aufgekanteten Seiten.  


Die beiden Rückkantungen dienen zum Einhängen in bereits montierte Elemente.


Anschlüsse und Abschlüsse werden dabei in Anlehnung an die Spenglertechnik häufig als Kantprofile ausgeführt.


files/profilinformationen/raute/Foto_029.jpg