a) Planung
Im Gegensatz zu Fassadenbekleidungen auf Basis der Doppelstefalztechnik oder anderen Paneelsystemlösungen, ist eine Vorplanung bei der Rautensystemtechnik abhängig von den jew. Elementgrößen. Bei der Montage von Kleinrauten ist eine detaillierte Vorplanung und Einteilung der Fassade nicht notwendig. Die kleinen Elemente werden individuell den Gegebenheiten angepaßt und verlegt.
Bei der Verwendung von Großrautensystemen ist eine entsprechende Vorplanung unabdingbar, da hier Vor-Ort-Anpassungen und Änderungen speziell bei Anschlüssen, Abschlüssen und Durchbrüchen nur mit erheblichen Aufwand ausgeführt werden können. Neben der passenden Unterkonstruktion mit der Auswahl der dazugehörigen Befestigungsmittel, muß hierbei auch die Unterteilung der Fassadenbereiche mit einem exakten Aufmaß erfolgen. Es sind hierbei grundsätzlich neben den Herstellerangaben auch die landesspezifischen Normen und Richtlinien zu beachten!
Die Einteilung unter Berücksichtigung der Deckbreiten sollte in Zeichnungen eingetragen und nummeriert werden, da diese auch als Grundlage für die spätere Rautenfertigung in der Werkstatt dienen
Zur Planung gehört auch die optimale Positionierung und Verankerung von Baugerüsten. Unter Berücksichtigung der Arbeitsicherheit muß sichergestellt sein, das während der Rautenmontage div. Gerüstverankerungen gelöst und versetzt werden müssen, da diese Verankerungen nicht bis zum Schluß umbaut werden können, wie z. B. bei einer Kassettenmontage.

b) Unterkonstruktion
Es sind die Vorgaben der Materialhersteller, Systemlieferanten bzw. die landesspezifischen Normen und Richtlinien zu beachten.

c) Fertigung
Die Fertigung der Elemente und die Vorbereitung der Montage erfolgt im Fassadenbau überwiegend in der Werkstatt und nur in Einzelfällen auf der Baustelle.
Schlebach bietet hier mit der flexiblen Kombination von verschiedenen Maschinen aus dem Schlebach-Programm eine praktikable und kostengünstige Möglichkeit zur Vorfertigung der verschiedenen Rautenelemente.
Zunächst werden auf der Spaltanlage z. B. vom Typ SLT400 die Zuschnitte für die Rautenelemente gefertigt:

Spaltanlage mit Tafelschere
Anschließend werden mittels der Ausklinkstation AKQUAD die Zuschnitte an den Ecken mit den entsprechend bestückten Werkzeugen ausgeklinkt. Hierzu erleichtern entsprechend voreingestellte Tiefenanschläge die Arbeit. Das Auslösen des Klinkvorganges kann dabei ergonomisch mittels Fußschalter erfolgen.

AKQUAD beim Klinken

Rauten


Vor- und Rückkantungen erfolgen anschießend an der Umkantstation der EHA oder an der Umkanteinrichtung UKST. Beide Maschinen können dabei mit Auflagen und Kantsegmenten ausgestattet werden, die speziell für die Anforderung der Rautenfertigung entwickelt wurden und optional erhältlich sind.

EHA

UKST
Zur Fertigung der Anschluß-, und Abschlußprofile werden Abkant,- oder Schwenkbiegemaschinen verwendet.

Sofit Stackfalz
Vom Materialhersteller aufgebrachte Schutzfolien sollten erst unmittelbar nach der Montage entfernt werden.

d) Montage
Die im Folgenden dargestellten Ausführungen dienen nur als Beispiele und können je nach landesspezifischen Normen und Richtlinien auch anders ausgeführt sein. Es wird keine Gewähr seitens Schlebach für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernommen.

Anbringen der Anschlußprofile
Bevor mit der eigentlichen Montage der Rautenelemente begonnen werden kann, sind im Bereich von Fensterlaibungen und anderen Durchbrüchen oder Ecken die Anschlußprofile zu montieren.

Vormontage

Montage der Rauten
Beim Befestigen der ersten Rauten muß besonders auf Ausrichtung und Pos. geachtet werden.
Die Verlegung der Elemente erfolgt aufgrund des Einhangsystems grundsätzlich von unten nach oben, um auch den Wassereintritt im Fugenbereich zu vermeiden.

horizontale Verlegung
Die weiteren Rauten werden jeweils mit der Rückkantung in die Vorkantung des bereits montierten Rautenelements eingeschoben und indirekt mit Liegehaften am Umschlag der Taschenseite befestigt.
Längsdehnungen können durch diese Art der indirekten Befestigung sehr gut aufgenommen werden.
Als Hersteller oder Lieferant  für Liegehaften kann beispielhaft genannt werden:

www.sm-systeme.de

www.gadorosi.de

www.rees-oberstdorf.de

www.attinger.de

www.rheinzink.de


Als Befestigungselemente sind geprüfte und bauaufsichtlich zugelassene Schrauben oder Nägel zu verwenden.
Als Bezugsquelle für die Befestigungsmittel der Liegehafte können z. B. genannt werden:
        
                       www.sfsintecusa.com

                     www.fixfast.de




Bei der Montage von Großrautensystemen sollte beim Einschieben auf ein vorgegebenes Rastermaß gearbeitet werden
Raute verlegt
Grundsätzlich ist das Einbringen zusätzlicher Dichtelemente in der Fugenverbindung nicht erforderlich.
Nach max. drei verlegten Großrauten sollte  entlang  der verlegten Elemente an mehreren Stellen das Rastermaß erneut geprüft werden um schleichende Maßungenauigkeiten zu vermeiden.

Verlegemassprüfung

Verlegemassprüfung2
Montage der Abschlußprofile
Für die Abschlußprofile gelten die gleichen Hinweise wie für die Anschlußprofile und sonstige Kantelemente. Auch hierbei sind evtl. zunächst weitere Konstruktionsprofile zur Verstärkung der Unterkonstruktion erforderlich.
Es ist weiterhin durch entsprechende Kantungen für eine möglichst verdeckte Verschraubung zu sorgen.

Abschlussprofile

Abschlussprofile2